"Pech.Vogel.Kleist" von Jo Fabian

"...Denn abermals glückt Fabian hier das Unglaubliche:,,," / Werner Wallis


Premiere: 21.10.1995, Kleist-Theater, Frankfurt (Oder)

Inszenierung: Jo Fabian
Assistenz: Gabriella Schulz
Originalmusik: Andy Cowton
Zusätzliche Musik: Michael Nyman

Darsteller/innen:
Rosa Enskat, Heidemarie Fabian, Anette Felber, Gabi Hift;
Volker Herold, Jörg Steinberg, Gunnar Teuber


Nach dem Text "Das unsichtbare Genie" von Jo Fabian ist die Inszenierung von "Pech.Vogel.Kleist" (ursprünglicher Titel: "Staub. Feinde. Brandenburg.") entstanden. Sie beschäftigt sich mit dem Schicksal Heinrich von Kleists, indem sie die Leidensfähigkeit des Künstlers als Ursache seines Unglücks erkennt. Der Widerspruch zwischen seinen Ansprüchen und den Möglichkeiten Kleists steht im Mittelpunkt der Inszenierung. Das traurige Schicksal Kleists nahm Jo Fabian zum Anlaß, sich dem Rätsel: "Warum hatte dieser Mann soviel Pech?" humorvoll zu nähern, ohne es sofort lösen zu wollen.
(Vorankündigung in der Märkischen Oderzeitung, 18.10.95)

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Jo Fabian inszeniert für alle Sinne. Eine Geschichte braucht er dazu nicht, ist das Fragment doch allemal klüger als die homogene Story. "Staub. Feinde. Brandenburg - Pech. Vogel. Kleist." erweist sich als spannungsträchtiger Bilderbogen zwischen Vision und Realität, amorpher Konvention und auffliegender Hoffnung.
(Hans Brock, Märkische Allgemeine, 24.10.1995)

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Denn abermals glückt Fabian hier das Unglaubliche: Aus scheinbar lächerlichen Platitüden und surrealistischen Anekdoten, aus bizarren Piktogrammen vor makellos reinen Farbhorizonten zaubert er eine Atmosphäre, die erhaben und heiter zugleich wirkt und bei aller Sprachgewalt Leichtigkeit behauptet.
(Werner Wallis, Freie Presse Chemnitz, 26.10.1995)

Eine Produktion von Jo Fabian Department und dem Kleist-Theater, Frankfurt (Oder)