"Lighthouse" von Jo Fabian

".Jo Fabian ist ein Verrückter, eindeutig. " / Frank Schmid

[video]

LIGHTHOUSE. [alphasystem 04] TanzInstallation von Jo Fabian
Premiere am 08.01.2000, Theater am Halleschen Ufer Berlin

Performer:
Shila Anaraki, Sonja Elstermann, Susanne Ogan, Annegret Thiemann

INSZENIERUNG/CHOREOGRAPHIE/BÜHNENBILD/LICHTDESIGN/VIDEOINSTALLATION
Jo Fabian

KOMPOSITION: Ralf Krause
REMIX/SAMPLING : Christopher Langer
CHOREOGRAPHISCHE ASSISTENZ/TRAININGSLEITUNG: Paula E. Paul
REGIE-ASSISTENZ: Birgit Aßhoff
PRODUKTIONSASSISTENZ: Christopher Langer
VIDEO-MITARBEIT: Nico Felden
BÜHNENBILD-ASSISTENZ/REALISIERUNG BÜHNENRAUM & VIDEOTECHNIK: Karl Wedemeyer
LICHTDESIGN-ASSISTENZ: Andreas Kröher
TON : Ralf Krause
BÜHNENBAU: Ausstellungsmanufaktur Hertzer GmbH, Berlin
KOTSÜMANFERTIGUNG: Nina Reichelt, Berlin
HOSPITANZ: Rolf Kasteleiner
MANAGEMENT: Christopher Langer
PRODUKTIONSLEITUNG/PRESSE- & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT : Ralph Boock
TECHNISCHE LEITUNG : Karl Wedemeyer

Jo Fabian ist ein Verrückter, eindeutig.
Ein ironisch augenzwinkernder Verführer, Meister der Täuschungsmanöver. Er macht einen besoffen mit der Schönheit seiner Inszenierungen. Licht und Musik, Bühne, Kostüme, seine Figuren und deren Tanz folgen jeweils einem hermetischen Gesamtdesign und während man die Farben, Klänge, Bewegungen genießt, stülpt er einem den Kopf um. Man glaubt zu verstehen und merkt erst später, daß Fabian mit unserer Wahrnehmung gespielt hat, daß die Welt, die er uns zeigt, einen ganz anderen Kern hat.
(Frank Schmid, „Galerie des Theaters“ Radio Kultur, 9.1.2000)

*

Nichts passiert, aber die Energie ballt sich zusammen und verwandelt alles in Poesie.
Aufmerksam zuzuschauen und dabei doch ganz entspannt seinen Gedanken und Assoziationen freien Lauf lassen zu können: Das ist der besondere Wahrnehmungszustand, den Fabian in seinen besten Stücken den Zusachauern schenkt, und in "Lighthouse" könnte es jetzt noch für eine halbe Stunde so weitergehen, um dann ein beglücktes und dankbares Publikum zu entlassen.
Aber auf einmal donnern stampfende Maschinengeräusche durch den Raum, gewaltige Buchstabenmengen fluten über den Bühnenhintergrund. Egal, wie man den abwesend-anwesenden Zustand, den Fabian so fabelhaft zu erzeugen versteht, bezeichnen möchte – man scheint ins Innere dieser gewaltigen Maschine des Unbewussten hineingeworfen, die einen unendlichen Strom nicht entzifferbarer Zeichen produziert.
(Michaela Schlagenwerth, Berliner Zeitung, 10. 01.2000)

*

Jo Fabian hat die Zeit gestohlen.
Wehe dem, der glaubt, in der ersten halben Stunde werde irgendetwas geschehen. (…)
Jo Fabian hat wieder einmal gezaubert und das Einmaleins des Choreografischen Theaters der neunziger Jahre in einer Tanzinstallation ausgestellt.
(Bernd Feuchtner , Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2000)


Eine Koproduktion von Department/fabian.dept mit dem Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt/M.), dem Internationalen Tanzfestival NRW 2000 "millennium moves" sowie dem Hebbel-Theater Berlin und mit freundlicher Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, dem Theater am Halleschen Ufer Berlin und der Fabrik Potsda