"House of Lorca 1" von Jo Fabian

"...ein wunderbares, eines der besten Fabian-Stücke überhaupt." / Michaela Schlagenwerth

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Premiere: 01.03.1997, Hebbel-Theater, Berlin


Regie, Raum, Licht: Jo Fabian
Dramaturgie: Manfred Weber
Assistenz: Henning Fülle
Ton: Ralf Krause
Musik: René Aubry, Daniel Figgis, Jo Fabian

Darsteller/innen:
Rosa Enskat, Martina Esser, Kristin Giertler, Paula E. Paul,
Kai-Brit Schrader, Michaela Winterstein;
Lutz Günzel



Bernada Albas Haus als ironische DDR-Miniatur, minimalistisch wie seit langem kein Fabian-Stück mehr, ein Spiel der unendlichen Wiederholungen und doch spannend wie ein Krimi:
Die größten, mit viel Fabian-Humor gewürzten, meisterhaft komponierten Tragödien werden nur durch kleinste Verschiebungen auf der Oberfläche sichtbar (…); ein wunderbares, eines der besten Fabian-Stücke überhaupt.
(Michaela Schlagenwerth, Berliner Zeitung, 3.3.97)

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Ein beeindruckendes Bild hat Regisseur Fabian komponiert, dessen Strenge sich dem Betrachter mitteilt, in dessen Farben und Formen das Auge schwelgen kann. Anregen ließ er sich von Zeichnungen Lorcas, führt dessen Stück auf seine Essenz zurück: Sichtbar- und Fühlbarmachen von Gefangensein in Zeit und Raum. Statt gnadenloser Aktion ein Theater der Langsamkeit und Besinnung (…).
Als verlebendigte Malerei, reduziert aufs Minimum, hat Fabian inszeniert, was ihm der Dichter als Material vorgab. Mühsal und Zeitenlauf schlägt er in jeder Zufälligkeit entbundene Bilder.
(Volkmar Draeger, Märkische Allgemeine, Potsdamer Tageszeitung, 8.3.97)

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Verzweifelt schön der schluchzende Gesang einer der Frauen am Schluß. Vor glutrotem Horizont steht sie da, Flügel auf dem Rücken, gebückt, einen Stock in der Hand. Ein Bild, das noch Stunden später über die Netzhaut huscht.
(B.Z., Berlin, 3.3.97)

Eine Produktion von Jo Fabian Department und dem Hebbel-Theater, Berlin